Sieben Tage in der Kunstwelt von Sarah Thornton (Diesen Link besuchen)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3100780221/frankreichde-21
Eingetragen von: admin
am: Mittwoch, 01.07.2009
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Hans-Joachim Julius Erdmann
Geschrieben von: Hans-Joachim Julius Erdmann, Montag, 27.07.2009
Wenn man sich in der internationalen Kunstwelt einigermaßen auskennt, dann begegnen einem in diesem Buch ziemich viele Protagonisten dieser kulturellen Upperclass. Das liest sich bisweilen wie eine "Vanity Fair". Dazu trägt der Stil Sara Thorntons bei, die viele Stimmen zusammengetragen hat und diese erzählen läßt. Da vertraut ihr etwa der Auktionator von Christie's an "Meine Sorge ist es, affektiert zu wirken." Oder Murakami gesteht ihr "Ich bin ein sehr schlechter Präsident". Auch der Auschnitt, den Sarah Thornton gewählt hat, nämlich Künstler, Sammler und Institutionen die ganz oben in dieser Welt angesiedelt sind, sorgen für eine gewisse Gossip-Stimmung. Dazwischen aber stehen viele gut recherchierte Details, die für eine kurzweilige Lektüre sorgen.
Die etwa 300 Seiten gliedern sich in die Bereiche Auktion, Hochschule, Messe, Auszeichnung, Zeitschiften, Atelier und Bienale. Aus jedem Bereich schildert Thornton einen Tag, den sie in einer entsprechenden Institution verbracht hat. Sie schildert zum Beispiel eine Aukion bei Chistie's am 10. November 2004. Nebenbei erzählt sie, was hinter den Kulissen vorgeht, wie genau der Ablauf dieses Abends von allen Akteuren geplant wird, wer sich wie vorbereitet. Dazu spricht sie mit dem Auktionator, den anwesenden Sammlern, Museumsleuten und Pressevertretern und läßt diese zu Wort kommen. So ergibt sich ein spannener Blick in diese normalerweise abgeschottete Welt.
Insgesamt ist das Buch "Sieben Tag in der Kunstwelt" gut bis witzig geschrieben. Vielleicht etwas freundlich und nett. Mich erinnert es an einen guten Dokumentarfilm auf Arte über das Leben auf einem Luxusdampfer. Ohne Ironie oder Kritik wird eine sehr spezielle Lebensform beschrieben. Insofern präsentiert das Buch eine Wirklichkeit, die selbst für die meisten Akteure in der Kunstwelt nur wenig Bezug auf das eigen Leben oder die Arbeit aufweist.
Da sich im Kunstbetrieb viele Menschen nach Geld, Ruhm und Aufmerksamkeit sehnen, ist ein Blick auf den vermeintlichen Olymp gewissermaßen der Stoff, aus dem die Träume sind. Mein Urteil: Lesenswert.
Die etwa 300 Seiten gliedern sich in die Bereiche Auktion, Hochschule, Messe, Auszeichnung, Zeitschiften, Atelier und Bienale. Aus jedem Bereich schildert Thornton einen Tag, den sie in einer entsprechenden Institution verbracht hat. Sie schildert zum Beispiel eine Aukion bei Chistie's am 10. November 2004. Nebenbei erzählt sie, was hinter den Kulissen vorgeht, wie genau der Ablauf dieses Abends von allen Akteuren geplant wird, wer sich wie vorbereitet. Dazu spricht sie mit dem Auktionator, den anwesenden Sammlern, Museumsleuten und Pressevertretern und läßt diese zu Wort kommen. So ergibt sich ein spannener Blick in diese normalerweise abgeschottete Welt.
Insgesamt ist das Buch "Sieben Tag in der Kunstwelt" gut bis witzig geschrieben. Vielleicht etwas freundlich und nett. Mich erinnert es an einen guten Dokumentarfilm auf Arte über das Leben auf einem Luxusdampfer. Ohne Ironie oder Kritik wird eine sehr spezielle Lebensform beschrieben. Insofern präsentiert das Buch eine Wirklichkeit, die selbst für die meisten Akteure in der Kunstwelt nur wenig Bezug auf das eigen Leben oder die Arbeit aufweist.
Da sich im Kunstbetrieb viele Menschen nach Geld, Ruhm und Aufmerksamkeit sehnen, ist ein Blick auf den vermeintlichen Olymp gewissermaßen der Stoff, aus dem die Träume sind. Mein Urteil: Lesenswert.
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